„Radfem“ — auch rad fem geschrieben — ist die Kurzform für radikalen Feminismus: die Strömung der Frauenbewegung, die die Unterdrückung der Frauen an der Wurzel packt. Radikal heißt hier nicht extrem, sondern grundlegend. Die folgenden Begriffe erklären, worauf diese Politik beruht.
Das Persönliche ist politisch
Als radikale Feministinnen die Machtverhältnisse im privaten Bereich analysierten, stellten sie fest, dass es trotz einer gewissen Gleichheit vor dem Gesetz im privaten und persönlichen Leben immer noch Mechanismen der Beherrschung und Unterordnung gibt, die die Ungleichheit aufrechterhalten. Deshalb begann der radikale Feminismus, das Private als politische Tatsache zu analysieren und machte deutlich, dass die individuellen, intimen und persönlichen Erfahrungen jeder Frau durch das patriarchalische System bedingt sind.
Selbsterkenntnisgruppen
Die Radikalen schufen Selbsterkenntnisgruppen, in denen jede Frau zum Ausdruck brachte, wie sie ihre eigene Unterdrückung empfand, mit dem Ziel, die feministische Theorie und die Identität der Frau auf der Grundlage der Erfahrungen verschiedener Frauen und nicht auf der Grundlage der von der Gesellschaft vorgegebenen Kategorie, was eine Frau sein sollte, zu entwickeln. Auf diese Weise entdeckten sie, dass das, was eine Frau erlebt, in Wirklichkeit alle Frauen erleben, und sie verstanden, dass persönliche Probleme auch politische Probleme sind. In diesen Gruppen versuchten sie, für jede Frau die notwendigen Mittel zu schaffen, um einen persönlichen Befreiungsprozess einzuleiten.
Gender und Geschlecht
Der radikale Feminismus geht davon aus, dass das Patriarchat das Gender als Instrument zur Aufrechterhaltung von Machtverhältnissen einsetzt und es als ideologisches Zwangssystem benutzt, das jedem Geschlecht Verhaltensmuster zuweist und weibliche/männliche Kategorien vorschreibt, wodurch eine Struktur geschaffen wird, die Männer über Frauen stellt.
So stützt sich das Patriarchat durch das Gender (Geschlechterrollen) auf das Geschlecht (physiologische Unterschiede), um die hierarchische Ordnung der Gesellschaft und damit die Unterdrückung der Frauen aufrechtzuerhalten.
Die Erotik der (Un-)Gleichheit
Sheila Jeffreys
(vorgetragen auf der Konferenz „Man wird nicht als Frau geboren“ anlässlich des 50. Jahrestages von Simone de Beauvoirs „Zweites Geschlecht“, organisiert vom Frauenmediaturm in Köln, 22. bis 24. Oktober 1999).
Zusammenfassung: In diesem Beitrag werde ich argumentieren, dass ein massives Hindernis für die Gleichberechtigung der Frau in der Art und Weise liegt, wie Sex unter männlicher Vorherrschaft aus der Erotisierung der Unterordnung der Frau und der männlichen Dominanz konstruiert wird. Ich werde untersuchen, wie die Erotik der Ungleichheit von Sexologen, den „Wissenschaftlern“ des Sex, und der Sexindustrie, die sie als ihr Vorbild nehmen, konstruiert wird. Ich werde zeigen, wie diese Erotik der Ungleichheit in der queeren und postmodernen Theorie gefeiert und gerechtfertigt wird. Ich werde darlegen, dass nur eine Sexualität der Gleichheit mit der Freiheit der Frauen vereinbar ist. Um dies zu erreichen, muss dem männlichen Verhalten in Bezug auf die Prostitution ein Ende gesetzt werden. Die Verhaltensweisen der männlichen Dominanz und der weiblichen Unterordnung, genannt Gender oder Maskulinität und Femininität, die gegenwärtig die Grundlage der Sexualität der Ungleichheit bilden, müssen durch das Verhalten der Gleichheit ersetzt werden.
Sex und männliche Dominanz
Sex könnte eine simple Quelle der Freude sein. Er hat nicht zwangsläufig etwas mit Gewalt und Herrschaft zu tun. Aber der Sex der männlichen Vorherrschaft wird aus der Unterordnung der Frauen und der männlichen Dominanz geschaffen. Sex ist nicht nur ein einfaches Vergnügen, sondern politisch konstruiert, um die männliche Dominanz aufrechtzuerhalten. Durch sexuelles Vergnügen können Männer, und leider auch Frauen, aus der Unterordnung der Frauen Erregung schöpfen. Der Unterschied, der im Sex der männlichen Vorherrschaft gefeiert wird, ist der Machtunterschied zwischen Männern und Frauen. Es ist der Machtunterschied, der erotisiert wird.
Der sexuelle Gebrauch von Frauen durch Männer ist entscheidend für ihre Vorstellung von sich selbst als männlich, durch Sex wird Männlichkeit geschaffen. Durch Sex wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen physisch ausgelebt, aber viel wichtiger ist der Machtunterschied, der politisch ausgelebt wird. Beim Sex unter männlicher Vorherrschaft geht es nicht um biologische Unterschiede, sondern um Machtunterschiede. Die Unterordnung der Frau und die Dominanz des Mannes werden als das erotisiert, was Sex im Moment ist. Das ist es, was der Pornographie und der Prostitution ihren grausamen Reiz verleiht und zu Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder führt.
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Abschaffung des Genders
Der radikale Feminismus analysiert Aspekte wie sexuelle Objektivierung, Vergewaltigungskultur und die Manifestation von Machtverhältnissen in unserer Intimität, die zeigen, wie Geschlecht durch Gender unsere Rolle in der Gesellschaft beeinflusst. Deshalb strebt er die Abschaffung des Genders, die Beseitigung der Sex-Gender-Struktur und die Abschaffung der geschlechtsspezifischen Zwänge an, indem er jedem Menschen die Möglichkeit gibt, zu wählen, wie er sein und was er tun möchte, ohne dafür verurteilt oder bestraft zu werden.
Abolitionismus
Radikale Feministinnen argumentieren, dass alle unsere Vorlieben, Wünsche und Entscheidungen durch die vom patriarchalischen System auferlegten Geschlechterrollen bedingt sind. Deshalb stellen sie (unter anderem) Prostitution, Pornografie und Leihmutterschaft in Frage, weil sie der Meinung sind, dass es sich dabei nicht um eine freie Entscheidung handelt. Sie argumentieren außerdem, dass sie die Vorstellung reproduzieren, dass Männer uns kaufen können, was die Kommodifizierung und Kommerzialisierung von Frauen fördert und die Ausbeutung unserer Körper verewigt, weshalb sie versuchen, sie langfristig abzuschaffen.
Zwangsheterosexualität
Durch eine eingehende Analyse der Sexualität erkannten die radikalen Feministinnen die Bedeutung der obligatorischen Heterosexualität für die Stärkung des patriarchalischen Systems. Deshalb wird gesagt, dass Heterosexualität nicht nur eine „sexuelle Orientierung“ ist, sondern ein Unterdrückungs- und Kontrollsystem. Dieses Regime versteckt sich ebenso wie Gender hinter unserer Biologie, um die Aneignung der Sexualität und der Fortpflanzungsfähigkeit von Frauen zu rechtfertigen und aufrechtzuerhalten, zum Beispiel durch die obligatorische Mutterschaft.
Millett lieferte eine vernichtende feministische Kritik an dieser selbstsüchtigen maskulinen Torheit. Sie argumentierte, dass die Unterordnung der Frau durch und in Akten der penilen Penetration von Frauen konstruiert wird. Sie wies darauf hin, dass Sex nicht „natürlich“ sondern politisch geformt ist, und zwar aus und zur Unterstützung der männlichen Vorherrschaft. Millett untersucht in ihrem Buch auf welche Weise die selbsternannten sexuellen revolutionären Romanciers der 1960er Jahre über den Geschlechtsverkehr schreiben, um die darin zum Ausdruck kommende Machtpolitik zu erläutern. Sie erklärt: „Man kann kaum behaupten, dass der Koitus in einem Vakuum stattfindet; obwohl er an sich eine biologische und physische Aktivität zu sein scheint, ist er so tief in den größeren Kontext menschlicher Angelegenheiten eingebettet, dass er als ein aufgeladener Mikrokosmos für die Vielfalt der Einstellungen und Werte dient, denen die Kultur anhängt. Unter anderem kann sie als Modell für die Sexualpolitik auf individueller oder persönlicher Ebene dienen“ (Millett, 1971, S. 23).
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Es ist besonders ermutigend, dass dieser Band zu einer Zeit veröffentlicht wird, in der es eine Gegenbewegung gegen den Feminismus gibt, nicht nur in der heteropatriarchalen Welt, sondern auch in der lesbischen Gemeinschaft. In vielen lesbischen Schriften der 1980er und 1990er Jahre wird der lesbische Feminismus angegriffen. Die heftigsten Angriffe auf den lesbischen Feminismus kommen von Verfechtern des Butch/Femme-Rollenspiels, des Sadomasochismus, der queeren und poststrukturalistischen Theorie (siehe Jeffreys, 1993/4). Abgesehen von den Angriffen auf die Dummheit der Idee, etwas so Unerotisches wie die Gleichheit zu erotisieren, und auf die schrecklichen Gefahren des Separatismus, greifen diese Autorinnen vor allem die Idee der Heterosexualität als politische Institution an. Einige schließen sich eindeutig dem neuen Essenzialismus an, der von der schwulen männlichen Akademie ausgeht, in der schwule Ärzte wie Simon LeVay (1993) „bewiesen“ haben, dass die männliche Homosexualität durch eine besondere Struktur des Gehirns verursacht wird. Einige versuchen, Männlichkeit und Weiblichkeit als Produkte der „Natur“, als „Yin und Yang“ oder als Produkte einer Art kollektiven Unbewussten zu etablieren. Andere versuchen zu erklären, dass erotisierte Dominanz und Unterwerfung das Wesentliche von Sex sind. Sie scheinen entschlossen zu sein, die Replikation heterosexueller Formen in der lesbischen und schwulen Kultur der 1990er Jahre als etwas authentisch „Homosexuelles“ zu betrachten, und reagieren mit Wut auf die Annahme, dass ihr Verhalten, ihre Träume und Fantasien durch das Leben in einer heteropatriarchalen Kultur beeinflusst sein könnten, die aus den Normen einer immens politischen Heterosexualität konstruiert ist. Diese Art der Analyse ist weit entfernt von dem sozialen Konstruktionismus, dem mutigen und weitreichenden Hinterfragen, das in den 1970er Jahren möglich schien. Es ist daher eine besonders gute Nachricht, dass lesbische und heterosexuelle Feministinnen in den 90er Jahren zusammenarbeiten können, um Heterosexualität zu theoretisieren und den biologischen Essenzialismus, den Sadoimperativ und den Antifeminismus zurückzudrängen, die vieles kennzeichnen, was derzeit in den „Gender“-Studies und in der Sexualpolitik als fortschrittlich angesehen wird.
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Ursprünge des radikalen Feminismus
Der radikale Feminismus entstand in den späten 1960er Jahren mit dem Ziel, den Sexismus an der Wurzel zu packen; daher das Wort radikal, das sich auf die Wurzel bezieht, da er die Unterdrückung der Frauen an der Wurzel packen will. Bis dahin hatte sich der Feminismus darauf konzentriert, Gesetze zu reformieren, um die darin zum Ausdruck kommende Ungleichheit zu beseitigen, doch der radikale Feminismus sorgte für einen Paradigmenwechsel, indem er argumentierte, dass die Unterdrückung nicht nur im Gesetz zu finden ist, sondern alle Aspekte des Lebens von Frauen betrifft.
Die männlichen Sexualliberalen der 1960er Jahre verkündeten, das Problem mit dem „Sex“ sei einfach, dass die sexuelle Freiheit „unterdrückt“ worden sei. Es gab kaum Kritik an der Weise, in der Sexualität konstruiert wurde. Millett schrieb aus dem Inneren einer feministischen Bewegung in den USA, die sich aus der Linken heraus entwickelte, mit Empörung über die Art wie Frauen von der Linken behandelt wurden, insbesondere als Objekte für den sexuellen Gebrauch (Shulman, 1980). Die alternative Presse jener Zeit, wie Oz und die International Times, propagierten die Pornografie als unverzichtbar für die sexuelle und irgendwie auch für die politische Freiheit (Jeffreys, 1990). Sie lobten zum Beispiel das Werk von William Burroughs, einem Mann, der seine Frau bei einem Spiel tötete, in dem er auf einen Gegenstand auf ihrem Kopf schoss (Jeffreys, 1990). Burroughs’ Romane sind sexuell gewalttätig, wenn auch im Allgemeinen mit homoerotischen Themen, einschließlich der Fantasien über die Schaffung einer Welt ohne Frauen. Wie die Romane, die Millett in Sexual Politics kritisiert, wurden sie von Grove Press veröffentlicht, die sie als Wegbereiter der sexuellen Freiheit betrachteten. Die Frauen, die aus der Linken kamen, um den Feminismus der zweiten Welle zu finden, waren äußerst kritisch gegenüber der Frauenfeindlichkeit der linken Männer. Zum Beispiel griff Robin Morgan die Frauenfeindlichkeit der linken Hippie-Untergrundzeitungen an. Morgan schrieb: „Wir haben den Feind getroffen und er ist unser Freund. Und gefährlich… Eine echte Linke hält das Leiden von niemandem für irrelevant oder reizvoll“ (Diamond, 1980, S. 688). Andrea Dworkin erklärte: „Die linke Sensibilität fördert und schützt die Pornographie, weil Pornographie Freiheit ist“ (Dworkin, 1981, S. 217). Die Dezensur der Pornographie wurde als ein Projekt der Linken durchgeführt, erklärt Dworkin: „Die neue Pornographie ist links“, aber das wird sich als ihr Totengeläut erweisen, denn „die neue Pornographie ist ein riesiger Friedhof, wo die Linke zum Sterben hingegangen ist. Die Linke kann nicht gleichzeitig ihre Huren und ihre Politik haben“ (Dworkin, 1981, S. 217). Die männlichen Romanciers, deren Werke in dieser Zeit vor der Zensur gerettet wurden, wie D.H. Lawrence, oder die zum ersten Mal veröffentlicht wurden, wie Miller und Genet, wurden als Kämpfer für sexuelle Freiheit gegen Prüderie und Konservatismus gesehen. Sex war nicht politisch, sondern nur die „Unterdrückung“ von Sex. Sex selbst wurde als natürlich, biologisch und gänzlich gut angesehen.
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Kate Millett
Sexual Politics wurde zu einer Zeit geschrieben, bevor die Videopornografie erfunden wurde. Die damalige Pornoindustrie basierte auf Magazinen wie dem Playboy und war nur ein Schatten der heutigen, äußerst profitablen und breit gefächerten Industrie. Als sich die Industrie im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts entwickelte, wurde die Theoretisierung der Pornographie durch Arbeiten wie die von Catharine MacKinnon und Andrea Dworkin (Dworkin, 1981; MacKinnon, 1993) wesentlich weiter entwickelt. Ich möchte jedoch argumentieren, dass die Ideen über Frauen und Sex in den 1960er Jahren in den Romanen von Norman Mailer und Henry Miller, die Millett so scharfsinnig durchleuchtet, die Grundlage der heutigen Industrie bilden, und dass zeitgenössische feministische Kampagnen gegen Pornografie durch die Kenntnis ihrer Arbeit bereichert werden. Ich möchte einige Gründe für die Art und Weise nennen, in der ihre Arbeit begraben wurde, wie z. B. die Entwicklung eines „Pro-Sex“-Feminismus in der akademischen Welt und die Weise, in der die post-strukturelle Wende im akademischen Feminismus zur Privilegierung männlicher Theoretiker geführt hat, deren Arbeit schwer zu verstehen ist, im Vergleich zu dem geradlinigen radikalen Feminismus von Theoretikerinnen wie Millett.
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¿Qué es «radfem»?
«Radfem» —también escrito rad fem— es la forma abreviada de feminismo radical: la corriente del movimiento de mujeres que va a la raíz de la opresión de las mujeres. Radical no significa acá extremo, sino fundamental. Los conceptos que siguen explican sobre qué se apoya esta política.
Lo personal es político
Cuando las feministas radicales analizaron las relaciones de poder en el ámbito privado, comprobaron que, pese a cierta igualdad ante la ley, en la vida privada y personal siguen operando mecanismos de dominación y subordinación que sostienen la desigualdad. Por eso el feminismo radical empezó a analizar lo privado como un hecho político y dejó en claro que las experiencias individuales, íntimas y personales de cada mujer están condicionadas por el sistema patriarcal.
Grupos de autoconciencia
Las radicales crearon grupos de autoconciencia, donde cada mujer expresaba cómo sentía su propia opresión, con el objetivo de elaborar la teoría feminista y la identidad de la mujer a partir de las experiencias de mujeres distintas y no a partir de la categoría que la sociedad prescribía sobre lo que una mujer debía ser. Así descubrieron que lo que vive una mujer lo viven en realidad todas, y entendieron que los problemas personales son también problemas políticos. En esos grupos buscaron crear, para cada mujer, los medios necesarios para iniciar un proceso de liberación personal.
Género y sexo
El feminismo radical parte de que el patriarcado usa el género como instrumento para sostener las relaciones de poder y lo emplea como un sistema ideológico coercitivo que asigna pautas de conducta a cada sexo y prescribe categorías femeninas y masculinas, con lo que se crea una estructura que pone a los varones por encima de las mujeres.
Así, a través del género (los roles de género), el patriarcado se apoya en el sexo (las diferencias fisiológicas) para sostener el orden jerárquico de la sociedad y, con él, la opresión de las mujeres.
La erótica de la (des)igualdad
Sheila Jeffreys
(expuesto en el congreso «No se nace mujer» con motivo del 50.º aniversario de El segundo sexo de Simone de Beauvoir, organizado por el FrauenMediaTurm en Colonia, del 22 al 24 de octubre de 1999).
Resumen: En este trabajo voy a sostener que un obstáculo enorme para la igualdad de las mujeres está en el modo en que el sexo, bajo la dominación masculina, se construye a partir de la erotización de la subordinación de la mujer y de la dominación masculina. Voy a examinar cómo construyen la erótica de la desigualdad los sexólogos —los «científicos» del sexo— y la industria del sexo, que los toma como modelo. Voy a mostrar cómo esa erótica de la desigualdad se celebra y se justifica en la teoría queer y posmoderna. Voy a plantear que solo una sexualidad de la igualdad es compatible con la libertad de las mujeres. Para lograrlo hay que poner fin a la conducta masculina respecto de la prostitución. Las conductas de dominación masculina y de subordinación femenina, llamadas género o masculinidad y feminidad, que hoy constituyen la base de la sexualidad de la desigualdad, tienen que ser reemplazadas por conductas de igualdad.
Sexo y dominación masculina
El sexo podría ser una fuente simple de placer. No tiene por qué tener nada que ver con la violencia y la dominación. Pero el sexo de la dominación masculina se construye a partir de la subordinación de las mujeres y de la dominación masculina. El sexo no es solo un placer sencillo: está construido políticamente para sostener la dominación masculina. A través del placer sexual, los varones —y lamentablemente también las mujeres— pueden extraer excitación de la subordinación de las mujeres. La diferencia que se celebra en el sexo de la dominación masculina es la diferencia de poder entre varones y mujeres. Es la diferencia de poder lo que se erotiza.
El uso sexual de las mujeres por parte de los varones es decisivo para la idea que ellos tienen de sí mismos como masculinos: a través del sexo se crea la masculinidad. A través del sexo se vive físicamente la diferencia entre varones y mujeres, pero mucho más importante es la diferencia de poder, que se vive políticamente. En el sexo bajo dominación masculina no se trata de diferencias biológicas sino de diferencias de poder. La subordinación de la mujer y la dominación del varón se erotizan como aquello que el sexo es en este momento. Eso es lo que le da a la pornografía y a la prostitución su atractivo cruel, y lo que lleva a violaciones y a otras formas de violencia sexual contra mujeres y niños.
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Abolición del género
El feminismo radical analiza cuestiones como la objetivación sexual, la cultura de la violación y la manifestación de las relaciones de poder en nuestra intimidad, que muestran cómo el sexo, a través del género, condiciona nuestro papel en la sociedad. Por eso busca la abolición del género, la eliminación de la estructura sexo-género y la supresión de las imposiciones de género, para darle a cada persona la posibilidad de elegir cómo ser y qué hacer sin ser condenada ni castigada por ello.
Abolicionismo
Las feministas radicales sostienen que todas nuestras preferencias, deseos y decisiones están condicionadas por los roles de género que impone el sistema patriarcal. Por eso cuestionan (entre otras cosas) la prostitución, la pornografía y los vientres de alquiler, porque consideran que no se trata de una decisión libre. Sostienen además que reproducen la idea de que los varones pueden comprarnos, lo que fomenta la mercantilización y la comercialización de las mujeres y perpetúa la explotación de nuestros cuerpos; por eso buscan abolirlas a largo plazo.
Heterosexualidad obligatoria
A partir de un análisis detenido de la sexualidad, las feministas radicales reconocieron la importancia de la heterosexualidad obligatoria para el fortalecimiento del sistema patriarcal. Por eso se dice que la heterosexualidad no es solo una «orientación sexual» sino un sistema de opresión y control. Ese régimen, igual que el género, se esconde detrás de nuestra biología para justificar y sostener la apropiación de la sexualidad y de la capacidad reproductiva de las mujeres, por ejemplo a través de la maternidad obligatoria.
Millett hizo una crítica feminista demoledora de esa insensatez masculina y egoísta. Sostuvo que la subordinación de la mujer se construye a través de los actos de penetración con el pene y en ellos. Señaló que el sexo no está formado «naturalmente» sino políticamente, y que lo está a partir de la dominación masculina y en apoyo de ella. Millett examina en su libro de qué manera escriben sobre el coito los novelistas que se decían revolucionarios sexuales de los años sesenta, para explicar la política del poder que ahí se expresa. Y aclara: «Difícilmente pueda sostenerse que el coito ocurra en el vacío; aunque en sí mismo parezca una actividad biológica y física, está tan hondamente inserto en el contexto mayor de los asuntos humanos que sirve como un microcosmos cargado de la variedad de actitudes y valores a los que adhiere la cultura. Entre otras cosas, puede servir como modelo de la política sexual en el plano individual o personal» (Millett, 1971, p. 23).
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Es especialmente alentador que este volumen se publique en un momento en que hay una contraofensiva contra el feminismo, no solo en el mundo heteropatriarcal sino también en la comunidad lesbiana. En muchos escritos lésbicos de los años ochenta y noventa se ataca al feminismo lesbiano. Los ataques más duros al feminismo lesbiano vienen de quienes defienden el juego de roles butch/femme, el sadomasoquismo, la teoría queer y posestructuralista (ver Jeffreys, 1993/4). Además de los ataques a la estupidez de la idea de erotizar algo tan poco erótico como la igualdad, y a los terribles peligros del separatismo, estas autoras atacan sobre todo la idea de la heterosexualidad como institución política. Algunas adhieren claramente al nuevo esencialismo que sale de la academia gay masculina, donde médicos gays como Simon LeVay (1993) «demostraron» que la homosexualidad masculina la causa una estructura particular del cerebro. Algunas intentan establecer la masculinidad y la feminidad como productos de la «naturaleza», como «yin y yang» o como productos de una especie de inconsciente colectivo. Otras intentan explicar que la dominación y la sumisión erotizadas son lo esencial del sexo. Parecen decididas a considerar la réplica de las formas heterosexuales en la cultura lésbica y gay de los años noventa como algo auténticamente «homosexual», y reaccionan con furia ante la suposición de que su conducta, sus sueños y sus fantasías podrían estar influidos por vivir en una cultura heteropatriarcal construida sobre las normas de una heterosexualidad inmensamente política. Este tipo de análisis está muy lejos del construccionismo social, del cuestionamiento valiente y de largo alcance que parecía posible en los años setenta. Por eso es una noticia especialmente buena que en los noventa las feministas lesbianas y heterosexuales puedan trabajar juntas para teorizar la heterosexualidad y hacer retroceder el esencialismo biológico, el sadoimperativo y el antifeminismo que caracterizan mucho de lo que hoy se considera progresista en los estudios de «género» y en la política sexual.
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Orígenes del feminismo radical
El feminismo radical surgió a fines de los años sesenta con el objetivo de atacar el sexismo desde la raíz; de ahí la palabra radical, que remite a la raíz, ya que busca tomar la opresión de las mujeres desde su raíz. Hasta entonces el feminismo se había concentrado en reformar las leyes para eliminar la desigualdad que en ellas se expresaba, pero el feminismo radical produjo un cambio de paradigma al sostener que la opresión no se encuentra solo en la ley sino que afecta todos los aspectos de la vida de las mujeres.
Los liberales sexuales masculinos de los años sesenta proclamaban que el problema con el «sexo» era simplemente que la libertad sexual había sido «reprimida». Casi no había crítica al modo en que se construía la sexualidad. Millett escribía desde adentro de un movimiento feminista en Estados Unidos que se desarrollaba a partir de la izquierda, con indignación por el modo en que la izquierda trataba a las mujeres, sobre todo como objetos de uso sexual (Shulman, 1980). La prensa alternativa de esa época, como Oz y la International Times, propagaba la pornografía como imprescindible para la libertad sexual y, de algún modo, también para la política (Jeffreys, 1990). Elogiaban por ejemplo la obra de William Burroughs, un hombre que mató a su mujer en un juego en el que disparó a un objeto colocado sobre su cabeza (Jeffreys, 1990). Las novelas de Burroughs son sexualmente violentas, aunque en general con temas homoeróticos, incluidas las fantasías sobre la creación de un mundo sin mujeres. Igual que las novelas que Millett critica en Sexual Politics, fueron publicadas por Grove Press, que las consideraba precursoras de la libertad sexual. Las mujeres que venían de la izquierda y llegaron al feminismo de la segunda ola eran sumamente críticas de la misoginia de los varones de izquierda. Robin Morgan, por ejemplo, atacó la misoginia de los periódicos hippies clandestinos de izquierda. Morgan escribió: «Nos encontramos con el enemigo y es nuestro amigo. Y peligroso… Una izquierda de verdad no considera el sufrimiento de nadie irrelevante ni atractivo» (Diamond, 1980, p. 688). Andrea Dworkin declaró: «La sensibilidad de izquierda fomenta y protege la pornografía, porque la pornografía es libertad» (Dworkin, 1981, p. 217). La descensura de la pornografía se llevó adelante como un proyecto de la izquierda, explica Dworkin: «La nueva pornografía es de izquierda», pero eso va a resultar su toque de difuntos, porque «la nueva pornografía es un cementerio enorme donde la izquierda fue a morir. La izquierda no puede tener a la vez sus putas y su política» (Dworkin, 1981, p. 217). Los novelistas varones cuyas obras se salvaron de la censura en esa época, como D. H. Lawrence, o que se publicaron por primera vez, como Miller y Genet, fueron vistos como luchadores por la libertad sexual contra la mojigatería y el conservadurismo. El sexo no era político; solo lo era la «represión» del sexo. El sexo en sí se consideraba natural, biológico y enteramente bueno.
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Kate Millett
Sexual Politics se escribió en una época anterior a la invención de la pornografía en video. La industria del porno de entonces se basaba en revistas como Playboy y era apenas una sombra de la industria actual, extremadamente rentable y diversificada. A medida que la industria se desarrolló en el último cuarto del siglo XX, la teorización de la pornografía avanzó bastante más con trabajos como los de Catharine MacKinnon y Andrea Dworkin (Dworkin, 1981; MacKinnon, 1993). Quiero sostener, sin embargo, que las ideas sobre las mujeres y el sexo de los años sesenta presentes en las novelas de Norman Mailer y Henry Miller, que Millett desmenuza con tanta agudeza, son la base de la industria actual, y que las campañas feministas contemporáneas contra la pornografía se enriquecen con el conocimiento de su trabajo. Quiero señalar algunas razones del modo en que su trabajo fue enterrado, como el desarrollo de un feminismo «pro-sexo» en el mundo académico y la manera en que el giro posestructural en el feminismo académico llevó a privilegiar a teóricos varones cuyo trabajo es difícil de entender, frente al feminismo radical directo de teóricas como Millett.
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