Seit 2024 werden unsere Gruppe und Community dazu eingeladen, gemeinsam mit den Regisseurinnen und Drehbuchautorinnen über unterschiedliche filmische Arbeiten zu diskutieren. Das Team der Woche der Kritik lädt uns dabei besonders zu Filmen ein, die von Frauen gemacht sind und Geschichten von Frauen erzählen – wofür wir sehr dankbar sind.
Wir nutzen diese Gelegenheit als Raum, um feministische Ideen zu diskutieren und eine Perspektive einzubringen, die Frauen und unsere Lebensrealität ins Zentrum rückt. So waren wir 2024 eingeladen, Pistoleras (PISTOLERAS; R: Natalia del Mar Kašik, D: Ronja Klug) und Nocturno para uma floresta (Nocturne for a Forest) (R: Catarina Vasconcelos) zu sehen – zwei Arbeiten von Frauen mit sehr starken Botschaften über unsere Körper, die äußeren Erwartungen, lesbisch zu sein, und die Verbindungen zwischen uns. Besonders die Arbeit von Catarina Vasconcelos hat uns mit einer Thematik zu Religion(en) und Frauen beschäftigt: Was erwartet das religiöse System von uns – und welchen Platz weist es uns in seinem ästhetischen und symbolischen Kosmos zu?
Auch 2025 hatten wir die Möglichkeit, an den Gesprächen teilzunehmen, und 2026 sind wir erneut eingeladen – dieses Mal zum Film der Regisseurin Carolyn Lazard, Fiction Contract. Der Film macht insbesondere die geringe Repräsentation Schwarzer Frauen sowie derjenigen sichtbar, die am Rand der Gesellschaft leben. Der Trailer deutet eine schonungslose Bildsprache an: Eine reglose Puppe trägt die symbolische Last, für eine Frau zu stehen, die vom System und aus dem sozialen Gefüge systematisch gelöscht wird.
Vor diesem Hintergrund verortet die Regisseurin die Arbeit in einem Kreißsaal – einem Raum, der unweigerlich Sichtbarkeit, Entblößung und Verletzlichkeit verlangt. Innerhalb der Wände dieses „Nicht-Ortes“ versuchen Frauen an den gesellschaftlichen Rändern, ihre Erfahrung zu erzählen: als etwas Privates – und zugleich Politisches.
Wir freuen uns darauf, am offenen Gespräch im Anschluss an den Film teilzunehmen.

