Zweiter monatlicher Protest in Berlin gegen das Selbstbestimmungsgesetz

DE

Zweiter monatlicher Protest in Berlin gegen das Selbstbestimmungsgesetz: Frau Ministerin Lisa Paus, wir Feministinnen sind nicht reaktionär, wir wollen nicht verlieren, was uns – Ihnen auch – der Feminismus in den letzten 300 Jahren gegeben hat.  

(referenz: https://twitter.com/lisapaus/status/1599771510691897344)

Der Protest fand letzten Samstag, den 26. November, erfolgreich statt. Während etwa einer Stunde konnten sich die anwesenden Frauen frei äußern, einmal mehr und insbesondere über die Gefahr, die die Politik des Selbstbestimmungsrechts für die gesamte Gesellschaft, aber vor allem für Frauen und Mädchen bedeutet. Es ist kein Menschenrecht, Bürgerinnen und Bürger per Gesetz zur Lüge zu zwingen, und auch nicht, dass eine juristische Fiktion über der biologische Realität des Geschlechts steht und diese leugnet.

Wir Frauen haben unsere geschlechtsspezifischen Rechte, weil unser gesellschaftliches Leben ganz anders ist als das der Männer. Letztendlich ist es den Feministinnen gelungen, uns, die Frauen, rechtlich von den Männern zu trennen. Es hat lange gedauert, bis wir als menschliche Wesen mit einer vom Mann getrennten Rechtspersönlichkeit anerkannt wurden. Wir sind also nicht länger “Eigentum der Männer”, “Zubehör” und “Frauen von… (Männern)”.

Vor dem Hintergrund der Gesetzgebung, die eine Neudefinition der Rechtskategorie Frau in Deutschland vorsieht, stehen Frauen und Mädchen kurz davor, alle geschlechtsbezogenen Rechte zu verlieren. Wenn das “Selbstbestimmungsgesetz” verabschiedet wird, können sich Männer zu “Frauen” erklären und über Rechte entscheiden, die ausschließlich Frauen betreffen. Jeder Mann wird sich als das “selbst identifizieren” können, als was er  sich “fühlt”.

Zu Beginn des Protestes sprachen wir über die Folgen, die das “Selbstbestimmungsgesetz” für die gesamte Gesellschaft, insbesondere aber für Frauen und Mädchen haben wird. Diesmal waren noch mehr Frauen gekommen, unter anderem einige Frauen aus dem Radfem Kollektiv Berlin und dem Women’s Rights Network, sowie verschiedene Feministinnen und Aktivistinnen.

Einige Tage zuvor hatte uns die Polizei mitgeteilt, dass unser angemeldeter Ort für die Demonstration geändert werden würde, da eine andere Demonstration mit mehr als 2500 Menschen diesen Teil des Brandenburger Tores einnehmen würde. Wir wurden auf den Pariser Platz verlegt.

Es gab mehrere Reden und alle waren sehr eindringlich, da waren Aktivistinnen für die Rechte von prostituierten Frauen, Überlebende des Prostitutionssystems und der Sexindustrie, wie Roxy Roots und verschiedene Aktivistinnen von Sisters Berlin e.V., Julia Beck sprach über die Misshandlung von Frauen in Gefängnissen aufgrund von Selbstbestimmungsgesetzen, dadurch den engen Raum teilen zu müssen und immer in Gefahr mit Männern in den Zellen zu sein, die Verbrechen begangen haben. Die Ungleichheit der von Männern und Frauen begangenen Straftaten führt dazu, dass Frauen in einer verwundbareren Position sind. Frauen werden von Männern in “Identitäten” in Gefängnissen vergewaltigt. Frauen haben in den Gefängnissen keine Möglichkeit zu fliehen, da sie mit männlichen Straftätern auf engem Raum eingesperrt sind.

Dieses Mal kam die Polizei nicht in unsere Nähe, aber es gab eine Reaktion von einer Aktivistin, die die Prostitutionslobby in Deutschland unterstützt. Sie kam und rief “Sexarbeit ist Arbeit” und hinterließ einen Aufkleber, wo wir waren. Daraufhin beschlossen wir, über die Realität der Frauen in der Prostitution in Deutschland zu sprechen, von denen 95 % Ausländerinnen sind, die weder die Sprache noch die Kultur noch das Land kennen, die allein und verloren in der deutschen Bürokratie sind und kaum eine Möglichkeit haben zu entkommen. Die Frauen, die in Deutschland systematisch vergewaltigt werden, werden täglich 1,2 Millionen Mal als Objekte für die männliche sexuelle Entladung gekauft (siehe Melissa Farleys Bericht https://prostitutionresearch.com/, https://www.deutschlandfunkkultur.de/internationaler-hurentag-ist-deutschland-das-bordell-europas-100.html & https://bsd-ev.info/kunden-12-millionen-freier-taeglich/). Es ist keine “Meinung” zu sagen, dass Frauen den Männern ausgeliefert werden sollten, damit sie mit unseren Körpern machen können, was sie wollen, nur aufgrund einer Geldtransaktion. Wir boten der Frau jedoch an, nach vorne zu kommen, um ihre Meinung zu diesem Thema zu erklären, aber sie lehnte ab und ging. 

Es war auch ein Fotograf anwesend, der Fotos und Notizen machte. Die Videos und Clips mit den Reden einiger Frauen wurden allein auf Instagram über 4.000 Mal aufgerufen.

Wir werden weiter protestieren, wir werden weiter auf die Straße gehen und zeigen, dass wir, die Frauen, unsere Angst verloren haben. Wir werden es für uns selbst tun und für die Frauen, die noch kommen werden. Jeden Monat werden wir NEIN sagen zu misogynen, lesbophoben und kapitalistischen Gesetzen, die die Körper von Frauen in Rohmaterial für das patriarchale kapitalistische System verwandeln wollen. 

Schließt euch uns jeden letzten Samstag im Monat an. Wir sind Frauen, die für unsere Rechte kämpfen, und jede Demonstration ist eine offene Gelegenheit, unsere Realität auszusprechen und für unsere feministische Agenda einzutreten. Wir werden uns nicht aufhalten lassen. 

Wir sehen uns bei den nächsten Demonstrationen (29. Dezember, 28. Januar, 25. Februar).

 

ENG

Second monthly protest in Berlin against the self-identification law: We, feminists, are not reactionaries, Minister Lisa Paus, we do not want to lose what feminism gave us in the last 300 years – to you too.

The protest took place successfully last Saturday, 26th November. In about an hour, the women present were able to express themselves freely, once again and in particular, about the danger that self-ID policies imply for the whole society, but mainly for women and girls. It is not a human right to force citizens to lie by law, nor to imply that a legal fiction denying the biological reality of sex is above reality. 

Women have our sex based rights because civic life is very different to those born male. Finally, feminists succeeded in legally separating us, women, from men. It took us a long time to be recognised as human beings with a legal entity separated from men. Thus, we are no longer “men’s property”, “accessories”, and “women of… (men)”.

In the face of the legislation that is proposing to redefine the legal category of women in Germany, women and girls are on the verge of losing all our sex-based rights. If the “Selbstbestimmungsgesetz” is passed, men will be able to declare themselves “women” and they will be able to decide on rights that are related exclusively to women. Every man will be able to “self-identify” as whatever he “feels”.

At the beginning of the protest, we talked about the consequences that the “Selbstbestimmungsgesetz” will have for the whole society, but especially for women and girls. More women came this time, including some women from the group Radfem Kollektiv Berlin and the Women’s Rights Network, among other groups, different feminists and activists.

 Days before, the police had announced to us that our registered place for the protest was going to be changed as another demonstration with more than 2500 people would take that part of the Brandenburger tor. We were moved to the Pariser Platz spot.

There were several testimonies and all of them were very strong, there were activists for the rights of prostituted women, survivors of the prostitution system and the sex industry, like Roxy Roots and different activists of Sisters Berlin eV. Julia Beck spoke about the abuse women receive in prisons due to self-identification laws, having to share the confined space and always being in danger with men in the cells who have committed crimes. The inequality of the type of crimes committed by men and women, leaves women in a more vulnerable position. Women are raped by men in “identities” in prisons. Women in prisons have nowhere to scape since they are locked in small spaces with male criminals.

This time the police did not come close to where we were, but we had a response from an activist supporting the prostitution lobby in Germany. She came and shouted “sex work is work” and left a sticker where we were. Because of this, we decided to talk about the reality of women in prostitution in Germany, 95% of whom are foreigners who do not know the language, the culture or the country, are alone and lost in the German bureaucracy without very little possibility to escape. The women who are systematically raped in Germany are bought as objects for the male sexual discharge everyday 1.2 million times  (see Melissa Farley’s report https://prostitutionresearch.com/ & https://bsd-ev.info/kunden-12-millionen-freier-taeglich/). It is not an “opinion” to say that women should be handed over to men to do with our bodies what they want by just a money transaction. However, we offered the woman to come forward to explain her opinion on the matter, but she declined and left. 

There was also a photographer taking photos and notes. The videos and clips of some of the women’s testimonies had over 4 thousand views on Instagram alone. 

We will continue protesting, we will continue in the streets showing that we, women, have lost even our fear. We will do it for ourselves and for the women to come. Every month we will say NO to misogynist, lesbophobic and capitalist laws that want to turn women’s bodies into raw material for the patriarchal capitalist system. 

Join us every last Saturday of the month. We are women fighting for our rights and each demonstration is an open opportunity to speak our reality, to push for our feminist agenda. We will not be stopped. 

See you at the next protests (December 29th, January 28th, February 25th).

ESP

Segunda protesta mensual en Berlin contra la ley de autoidentificación: Las feministas no somos reaccionarias, Ministra Lisa Paus, no queremos perder lo que el feminismo nos dio en los últimos 300 años- a Ud también.

La protesta se celebró con éxito el pasado sábado 26 de noviembre, en una hora aproximadamente, las mujeres allí presentes pudieron expresarse libremente, una vez más y en especial, sobre el peligro que las políticas de autodeterminación  implican para la sociedad entera, pero principalmente para mujeres y niñas. No es un derecho humano que por ley se obligue a los ciudadanos a mentir, a decir que una ficción legal que niega la realidad biológica del sexo está por encima de la realidad. 

Las mujeres obtuvimos nuestros derechos gracias a poder evidenciar que para nosotras la vida ciudadana es muy diferente a la de aquellos nacidos hombres. Finalmente, las feministas lograron legalmente separarnos a las mujeres de los hombres, como entidad legal. Así, dejamos de ser “propiedades de los hombres”, “accesorios”, y “mujeres de… (los hombres)”. 

Ante la legislación que permite redefinir la categoría legal de mujer en Alemania, las mujeres y niñas estamos al borde de perder todos nuestros derechos basados en el sexo, como por ejemplo nuestros derechos relacionados con nuestro cuerpo y biología: el aborto. De aprobarse la “Selbstbestimmungsgesetz” los hombres van a poder declararse “mujeres” y así poder decidir sobre los derechos que exclusivamente corresponden a las mujeres. Cualquier hombre podrá 

“autoidentificarse” como lo que “sienta”.

Al iniciar la protesta, dimos introducción a las consecuencias que la “Selbstbestimmungsgesetz” tendrá para la sociedad entera pero particularmente para mujeres y niñas. Ese día se acercaron más mujeres que la vez anterior y contamos con el apoyo de algunas mujeres del grupo Radfem Kollektiv Berlin y del Women’s Rights Network, como la primera vez también, entre otros grupos, también vinieron diferentes feministas y activistas. 

Días antes, la policía nos había anunciado que nuestro lugar registrado para la protesta iba a cambiar ya que otra manifestación con más de 2500 personas tomaría esa parte de la Brandenburger tor.

Hubo varios testimonios y todos fueron muy contundentes, había activistas por los derechos de las mujeres prostituidas, sobrevivientes del sistema prostituyente y de la industria del sexo, como Roxy Roots y diferentes activistas de Sisters Berlin eV. Julia Beck habló sobre los abusos que las mujeres reciben en cárceles gracias a las leyes de autoidentificación, teniendo que compartir el especio reducido y siempre en peligro con hombres que han cometido crímenes. La desigualdad de los crímenes cometidos por hombres y por mujeres, deja a las mujeres en una situación total de vulnerabilidad. Las mujeres son violadas por hombres en “identidades”. Las mujeres en cárceles no tienen cómo escapar.

Esta vez la policía no se acercó a donde estábamos, pero tuvimos un pequeño “ataque” de una activista por el lobby de la prostitución en Alemania. Ella se acercó y gritando “sex work is work”, pegó un sticker donde estábamos. Debido a esto, decimos hablar sobre la realidad de las mujeres en prostitución en Alemania, siendo un 95% extranjeras que no conocen el idioma, la cultura ni el país, están solas perdidas en la burocracia alemana sin una mínima posibilidad de escape. La desprotección de las mujeres que son violadas sistemáticamente en Alemania son compradas como objetos para la descarga sexual masculina (Melissa Farley’s https://prostitutionresearch.com/). No es una “opinión” decir que las mujeres debemos ser entregadas a los hombres para que hagan con nuestros cuerpos lo que quieran mediante una transacción de dinero. Sin embargo, le ofrecimos a la mujer que se acercase para explicar su opinión al respecto, pero no quizo y se fue. 

Hubo también un fotógrafo sacando fotos y tomando notas. Los videos y los clips de algunos testimonios de las mujeres tuvieron más de 4 mil vistas en Instagram solamente. 

Seguiremos protestando, seguiremos en la calle mostrando que las mujeres perdimos hasta el miedo. Lo haremos por nosotras y por las mujeres que vendrán. Cada mes diremos NO a las leyes misóginas, lesbófobas y capitalistas que quieren convertir los cuerpos de las mujeres en materia prima del sistema capitalista patriarcal. 

Únanse a nosotras cada último sábado de cada mes. Habrá mujeres luchando por nuestros derechos y cada vez una oportunidad abierta de poder decir nuestra realidad, nuestra agenda feminista. No nos van a parar. Nos vemos en las próximas protestas! (29 de Diciembre, 28 de Enero 28, 25 de Febrero).

 

Fotos 

 

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